Die Regenbogenbrücke

Auf dem Weg in das Jenseits gibt es einen Punkt, der das Diesseits mit dem Jenseits verbindet.
Wenn ein Tier sich herniederlegt, um für immer zu schlafen, so darf es diesen Ort betreten.
Es ist der schönste Punkt im Leben eines Tieres.
Losgelöst von allem Leid werden ihm hier alle guten Wünsche und Erinnerungen zu Teil,
die es nun für immer mit sich tragen wird.
So unendlich, wie die Farben eines Regenbogens,
so unendlich sind auch die guten Erinnerungen.
Gleichzeitig ist es der einzige Punkt, den wir immer wieder besuchen können
und die Nähe und Vertrautheit der von uns gegangenen Lieben immer wieder spüren können.
Und genau diesen Ort nennt man die Regenbogenbrücke.

Spürst du es auch?


Wenn alle dich meiden und hassen,
ob mit oder ohne Grund,
wird einer dich niemals verlassen,
und das ist dein treuer Hund.

Und würdest du ihn sogar schlagen,
ganz herzlos und ohne Verstand,
er wird geduldig ertragen
und leckt dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue,
hat er für dich immer parat!
Er beweist es dir täglich aufs neue
wie unsagbar gern er dich hat.

Nennst du einen Hund dein eigen,
wirst du nie verlassen sein
und solltest du vor Einsamkeit schweigen
denn du bist niemals allein.

Wird einst der Tod dir erscheinen,
und schlägt dir die letzte Stund,
wird einer bestimmt um dich weinen
und das ist dein treuer Hund.

Drum schäm dich nicht deiner Tränen,
wenn einmal dein Hund von dir geht!
Nur er ist, das will ich erwähnen
ein Wesen, das stets zu dir steht.

(Autor: unbekannt)

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3 Kommentare on Regenbogen

  1. Detlef sagt:

    In Erinnerung an Raudi + Dezember 2007

    Raudi war ein kleiner Mischlingsrüde. Ungefähr 12 Jahre lang war er uns ein ständiger Begleiter, immer bemüht uns zu gefallen.
    Und das tat er auch. Wir sagten häufig, daß er unser Seelenhund ist/war. Als Welpe totkrank zu uns gekommen, hat er uns all die Liebe gegeben, die ein so kleiner Hund überhaupt geben kann. Raudi ist mit unseren Kindern aufgewachsen und hat auch sie entscheidend geprägt.
    Wir waren fest davon überzeugt, daß er gemerkt haben muß, daß wir sein zartes Leben im Welpenalter gerettet hatten und daß er uns nun alles wieder zurückgeben will. Er zeigte es uns mit unendlicher Liebe. Mit dem Alter kam dann auch leider der Krebs. Bis wir es feststellten, war es für eine Operation leider schon zu spät. Wir entschlossen uns seine letzten Tage so angenehm wie möglich zu gestalten und wollten ihm die Ruhe gönnen, wenn wir bemerken würden, daß er Schmerzen hat. Diese Zeit ließ aber noch lang auf sich warten.
    Es gab schon mal Tage, wo er ruhiger war und sich schonte, aber keine Anzeichen für Schmerzen zeigte. Vorsichtshalber wurde er dann dem Tierarzt vorgeführt, der uns aber immer wieder beruhigen konnte. Die letzten Wochen vergingen und wir fassten immer wieder neuen Mut, wenn er plötzlich, wie durch eine wundersame Heilung, lebensfroh durch die Gegend tollte, oder ausgelassen mit unserem Kater spielte.
    Die Spaziergäng mit ihm wurden langsamer und nicht mehr so weit, aber er schaffte die Strecke immer ohne das wir den Anschein hatten ihn zu überfordern. Bis zu dem Tag, als er plötzlich auf der Seite lag und sein kleiner Körper von heftigen Zuckungen überzogen wurde.
    “Nun ist der Zeitpunkt gekommen” dachten wir uns und gingen schweren Herzens zum Tierarzt. Der Tierarzt tröstete uns und gab uns nochmal neuen Mut. Er würde diesen Schritt jetzt noch nicht gehen. Es gäbe keine Anzeichen dafür, daß der Krebs diesen Anfall ausgelöst hätte und es sich vielleicht um eine einmalige Sache handeln könne.
    Erleichtert verließen wir den Tierarzt gemeinsam mit Raudi. In der Folgezeit hatte er dann noch 1 bis 2 Anfälle, wobei er beim letzten Mal kräftig Geräusche von gegeben hat, die uns zu der Überzeugung brachten, daß jetzt der Zeitpunkt gekommen sei. Wir wollten ihn nicht quälen.
    Ich weiß es noch ganz genau, wie meine Frau mit Tränen in den Augen zu mir sagte: “Morgen erlösen wir ihn, ich habe am Nachmittag frei und dann fahren wir zum Tierarzt”. Wortlos willigte ich ein.
    Eine absolut schwere Entscheidung. Wohlwissentlich wollten wir ihm keine Schmerzen oder Leiden mehr zumuten.
    Die Nacht verlief dann ohne irgendwelche Zwischenfälle. Am frühen Morgen dann verließ Raudi sein Körbchen und rannte die Treppe rauf. Er besuchte jedes Familienmitglied sprang aufs Bett und leckte im Gesicht bis jeder Einzelne wach war. Alle waren erstaunt, daß der kleine Mann noch ins Bett springen konnte, aber wir waren alle noch recht müde. Danach verschwand er wieder und ging die Treppe herunter. Plötz stand einer meiner Söhne im Schlafzimmer und sagte: “Papa, komm mal schnell. Ich glaube Raudi stirbt” Wie von der Tarantel gestochen sprang ich aus dem Bett und rannte zur Küche. Dort lag dann der kleine Hund inmitten der Küche auf den Fliesen und zuckte wieder.
    Allerdings völlig ohne einen Laut von sich zu geben. Nach wenigen Sekunden meiner Anwesenheit war der Anfall auch beendet und er schlug die Augen auf. Er stand auf und ging langsam trottend an uns vorbei, mittlerweile war auch meine Frau heruntergekommen, ins Wohnzimmer und ging hinter das Sofa. Eine Stelle, wo er sich sonst nie aufhielt.
    Wir holten seine Decke und er stand noch einmal auf, um sich auf die Decke zu legen. Mittlerweile war die gesamte Familie anwesend. Er schaute noch einmal in die Runde und legte sich auf die Seite und schloß die Augen. Das Atmen wurde immer langsamer und flacher.
    Zwischenzeitlich hatten sich mein Sohn und meine Tochter zu ihm auf die Decke gesetzt und hielten seinen Kopf und streichelten ihn ganz sanft. Nach etwa 45 Minuten waren wir uns nicht mehr sicher, ob er überhaupt noch atmet. Ich sprach ihn mit leise Stimme an: “Raudi, Raudi?” Da öffnete der kleine Kerl noch einmal seine Augen, hob ganz leicht seinen Kopf und schaute mich aus den Augenwinkel an. Beinahe flehendlich hatte ich den Eindruck er wolle uns sagen “Ich möchte jetzt schlafen!”. “Schlaf schön weiter, du bist unser Bester, wir haben dich alle lieb”
    Dann schlief er ganz sanft und ruhig ein. Sein ganzes Rudel war bei ihm und begleitete ihn langsam hin zur Regenbogenbrücke.
    “Siehst du”, sagte meine Frau mit zittriger Stimme. “Er hat uns selbst diese letzte Entscheidung abgenommen, er hat bestimmt gemerkt, wie sehr das uns quälte. So ein lieber Kerl!”

    Wir vergessen dich nicht – du bist unser Seelenhund !

  2. Detlef sagt:

    In Erinnerung an Pucky + Oktober 2011

    Pucky war ein kleiner roter Hauskater. Er begleitete uns nur ca. 7,5 Jahre. Als kleiner Welpe kam er zu uns und musste sich schon gleich mit verschiedenen Krankheiten rumschlagen, was aber seine Lebensfreude nicht beeinträchtigte. Unvergessen bleiben seine Kampfspiele mit Raudi. Es bereitete ihm einen Heidenspaß Raudi anzuspringen oder auf seinen Rücken zu springen. Raudi gefiel das überhaupt nicht und bockte wie ein nicht zugerittenes Pferd in Cowboy-Filmen und er versuchte sich so lange wie möglich zu halten.
    Als typischer Freigänger lauerte er uns auch manchmal auf, um dann plötzlich aus dem Gebüsch herauskommend uns anzuspringen und sofort wieder im Gebüsch zu verschwinden.
    Auch die Ankunft unserer Weißen Schäferhunde machte er anstandslos mit. Er zeigte nicht die geringste Angst vor den Beiden und durfte sich in der Zeit, als Apollo als Welpe seine Welt entdeckte, einiges gefallen lassen.
    Im Laufe der Zeit nahmen verschiedene Infektionen häufiger zu, so daß er in der letzten Zeit körperlich ziemlich mitgenommen war. Seine Zustand verschlechterte sich zu nehmend. Auch die verschiedenen Versuche, mit dem Tierarzt zusammen, ihn noch einmal aufzupäppeln, scheiterten letztendlich.
    Unser Tierarzt meinte, daß man auch die Grenzen der tierärztlichen Kunst respektieren müßte und dem Tier einfach auch die Möglichkeit geben muß einfach und ohne Qualen aus dem Lebne zu scheiden.
    Dieser Verantwortung haben wir uns letztendlich gestellt und so durfte Pucky nach langem Kampf endlich von uns gehen.
    Ein kleiner, wilder Draufgänger, der so unendlich gern schmuste, hat sich für immer in unser Herz geschnurrt. Auch aus der Erkenntnis heraus, das er nun nicht mehr leiden muß bleiben dennoch sehnsüchtige Gefühle in unseren Herzen.

    Ich werde Dir dieses Tier nur leihen,
    es wird Dich viele, vielleicht auch nur wenige Jahre begleiten,
    aber ich werde es zurückverlangen,
    auch in Deinem größten Schmerz.
    Wenn du Dir darüber bewußt bist,
    dann erlaube ich Dir dieses Tier zu halten.
    Nicht für Dich und auch nicht für mich,
    aber für eine bessere Welt.

    Machs gut Kleiner !

  3. [...] Regenbogen [...]

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