Über uns
Wir, das sind Heike und Detlef mit Patrick, Dennis, René und Michelle, sind eigentlich schon sehr früh auf den Hund gekommen. Die Liebe zum Tier ist bis auf die Kindertage zurückzuführen. Mein Vater, Otto Domröse, hat in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg als Hundeausbilder bei den englischen Besatzungstruppen gearbeitet. Nachdem diese Hundestaffel wenige Jahre später aufgelöst wurde, wurden alle Hunde erschossen. Er hatte somit nicht nur seinen Arbeitsplatz verloren, sondern auch seine über alles geliebte Nelli. Nelli, eine Deutsche Schäferhündin, war ein vollausgebildeter Wachhund. All meine Wünsche nach einem eigenen Hund wurden von ihm abgewiesen. Zu tief steckte wohl die Angst davor, ein geliebtes Tier wieder abgeben zu müssen. Andere Tiere durfte ich halten, so wie es mir beliebte, aber keinen Hund.
Heike hatte schon recht früh die ersten Kontakte mit eigenen Hunden. Zunächst gab es bei ihr 2 Bassets. Zuerst einen Rüden, der Pompi hieß. Leider mußte Pompi nach nur wenigen Jahren des Zusammenlebens mit der Familie wieder gehen. Er wurde von einem schwärmenden Bienenschwarm überfallen und starb trotz der verabreichten Gegenmittel recht qualvoll. Kurze Zeit danach kam Matthilde, eine Tochter von Pompi, ins Haus.
Matthilde machte dem äußeren Erscheinungsbild eines Bassets alle Ehre. Ein wenig verfressen und langsam dahertrottend, die Ohren hängend und zum Teil auf dem Boden schleifend, konnte sie andersherum explosionsartig davonrasen, wenn es darum ging ein Mäuslein oder einen Hasen zu stellen. Genauso explosiv konnte sie reagieren, wenn jemand an Heikes Zimmertür klopfte. Ein Glück für jeden, der schnell genug die Tür zubekam. Ansonst war allenfalls ein Heben der Augenbrauen von ihr zu erwarten. Danach stand erst einmal die Gründung einer Familie im Vordergrund und wir waren eine zeitlang hundlos. Das änderte sich aber nachdem unsere Jüngste so halbwegs laufen konnte. Ein Hund mußte her. Kurz und schnell entschlossen, haben wir uns ein paar kleine Mischlingswelpen angeschaut. - Naja, jeder Hundeliebhaber kennt das! Kann man wirklich an einem Welpen vorbeigehen? Ich meine, nein. In dem Moment, in dem man sich entschließt sich einen Welpen anzuschauen, ist die eigentliche Entscheidung schon gefallen. Und so war es dann auch. Auf der Heimfahrt hatten wir einen kleinen Welpen mit an Board. Wir hatten uns für den kleinen, der uns so bettelnd anschaute entschieden. Ein Glück für ihn, natürlich auch für uns, was sich später noch zeigte.
Der kleine Raudi, war nämlich todkrank. Verschiedene Infektionen, verwurmt und voller diverser Parasiten, hatten dem jungen Hundeleben so sehr zugesetzt, daß er sich in der Meute nicht durchsetzen konnte und nun auch noch zu wenig Futter abbekam. Und dieses Häufchen Elend haben wir dann zu uns genommen. Mit viel Liebe und ständigen Tierarztbesuchen wurde er dann doch noch gesund. Bis heute behaupten wir, daß er es nicht überlebt hätte, wenn wir ihn nicht zu uns genommen hätten.
Er dankte es uns bis zu seiner letzten Stunde!
Zumindest mit den beiden Jüngeren unserer Kinder ist er dann aufgewachsen. Kaum größer als eine Katze bewachte er dann die Kinder, wenn sie zum Mittagsschlaf auf der Terasse standen. Niemand durfte sich ihnen nähern. Wir haben es damals sehr genossen, diese kurzen Ruhepausen, wenn die Kleinen schliefen. Auch wenn sie dann wach wurden - Raudi alarmierte uns dann schon. Er war eine Seele von Hund. Einzig und allein seinem Freßnapf durfte man sich nicht nähern, da verstand er dann keinen Spaß. Er hat zwar niemals gebissen, aber so richtig sicher war sich dennoch niemand, ob er es dann nicht vielleicht doch mal tun würde. Wir haben es seinerzeit leider versäumt, ihn entsprechend auszubilden. Vielleicht fehlte auch ein wenig die Zeit. Mit unseren Weißen sollte es uns nicht passieren. Und mit Verlaub, ein Schäferhund ist doch schon ne andere Nummer. Da müßen die Regeln feststehen.